Berufsbildungszentrum Schleswig
Mittwoch, 8. September 2010
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Schüler segeln – jetzt auch in Kappeln PDF Drucken E-Mail

Am Mittwoch, den 2. Juni, war ein großer Tag für sechs Kappelner Schulen: In Anwesenheit von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen wurde ihr Segelboot getauft, das der Verein „Schüler Segeln Schleswig-Holstein e.V.“ zur Verfügung stellt.

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 Klaus Karpen, Levke Paulies und Peter Harry Carstensen bei der Bootstaufe  

Seit 2003 besteht der Verein, er hat bisher sechs Boote bauen lassen, die speziell für Segelanfänger konzipiert sind und acht Meter Schiff für acht Schüler bieten und an verschiedenen Stützpunkten im Lande genutzt werden können. Das Sportzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Institut für Schiffbau der Fachhochschule Kiel und Dirk Lindenau entwickelten das Schülersegelboot „team acht”. Nun ist auch Kappeln ein Stützpunkt. Das Besondere am Kappelner Boot ist, dass es nicht mehr in einer Werft, sondern einer Schule, dem Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal, entstanden ist. Mit Hilfe der von der Werft übernommenen Form baute ein Schiffsbaumeister zusammen mit Schülerinnen und Schülern das Wasserfahrzeug. „Dadurch konnten die Kosten für das Boot von 60.000 auf 40.000 EUR gesenkt werden“, hob der Vereinsvorsitzende Klaus Karpen stolz hervor.

 

Das Kappelner Segelboot wurde im Olympiazentrum Kiel-Schilksee von Levke Paulies, Schülerin an der Außenstelle des Berufsbildungszentrum (BBZ) Schleswig in Kappeln, auf den Namen „sea the future“ getauft. Ministerpräsident Carstensen, Schirmherr des Projekts „Schüler segeln“, lobte dabei die Ziele des Vereins. Schülerinnen und Schüler lernten das Segeln, dies sei nirgends sinnvoller als in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren mit den vielen Seen. Zudem würden sie lernen, Verantwortung für das eigene Boot zu übernehmen. Und nun sei eine neue Stufe der Vereinsarbeit erreicht, indem die Schülerinnen und Schüler das Segelboot selbst bauten und damit erführen, dass sie mit ihrer Hände Arbeit etwas erreichen können. Die Landesregierung sei zwar nicht mehr in der Lage, die Vereinsarbeit finanziell zu fördern, aber er unterstütze die Arbeit als Schirmherr und helfe, Sponsoren zu finden. Schon jetzt trügen zahlreiche Sponsoren zum Gelingen des Projektes tatkräftig bei.

 In Kappeln teilen sich das Berufsbildungszentrum Schleswig/Kappeln, die Klaus-Harms-Schule, die Gorch Fock Schule, die Schule Sundsacker mit dem St. Nicolai Heim, die Gehörlosenschule Schleswig und das Sozialzentrum Kappeln das Segelboot „sea the future“ und die laufenden Betriebskosten in Höhe von ca. 1.500 EUR jährlich. Hauke Nielsen von der Kappelner Außenstelle des BBZ Schleswig verweist auf den pädagogischen Wert solch eines Bootes: „Wir werden es im Sportunterricht einsetzen, Projekte zum Segeln starten und wohl eine Arbeitsgemeinschaft Segeln gründen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen nicht nur das Segeln, sondern stärken ihre soziale Kompetenz, bilden ihre Teamfähigkeit aus.“ Zudem besitze gerade in der Region um Kappeln, die stark vom Tourismus geprägt sei, das Segeln eine berufliche Bedeutung. Falls ein Schüler an und auch mit der Schlei lebe, werde er leichter, einen Ausbildungsplatz in einem touristischen Betrieb zu finden. Die Taufpatin der „sea the future“, Levke Paulies, sieht die Sache etwas pragmatischer: „Mit dem Boot kann ich segeln, was ich mir sonst nicht leisten kann.“        
 
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